szmmctag

  • Ein Wochenende, zwei Bücher und viel Wissenswertes = Buchbindekurs!

    Ums kurz zu machen: es ist wieder soweit!

    Wer weiß, wie lange der Sommer diesmal anhält,
    und Weihnachten kommt immer schneller als man denkt*,
    also: meldet euch an :-)

    * ein handgemachtes Buch ist ein
    schönes Weihnachtsgeschenk :-)

    Buchbindekurs tulibriBuchbinden für Anfänger:
    Samstag, 03.09.2011,
    11.00 – 18.00 Uhr und
    Sonntag, 04.09.2011,
    10.00 – 17.00 Uhr

    Entgelt:
    84,00 € / Person zzgl. Materialkosten
    Bei Gruppenanmeldung ab drei Personen
    5,00 € Nachlass pro Person auf das Kurs-Entgelt

    Wie das mit der Anmeldung bzw. Gruppenanmeldung geht, weitere Infos sowie die Teilnahmebedingungen findet ihr im Kurs-Flyer.

    F r e u   m i c h   a u f   e u c h  !

    Im Kurs vermittle ich neben den Buchbindetechniken auch viel Wissenswertes zu Material, Werkzeug und Vorgehensweise. Eine angenehme Gruppengröße sorgt für ein gutes Arbeitsklima. Und beim Werkeln in der Buchbindewerkstatt der Limbacher Mühle kann man sogar mal so traditionelle Buchbinde-Geräte wie Buchpressen und große Pappscheren ausprobieren.

    Doch die gusseisernen Helfer braucht es gar nicht unbedingt! So zeige ich im Kurs auch, wie man dann zu Hause "ohne großes Gerät" weiter Bücher binden kann.

    Der Kursort Kirkel-Limbach liegt übrigens gut erreichbar zwischen Kaiserslautern und Saarbrücken unweit der A6. Für Teilnehmer von weiter weg bieten sich z.B. in der nahe gelegenen Jugendherberge Homburg günstige Übernachtungsmöglichkeiten.

    limbacher-muehle-logo-gelb

  • Turm - ein KleinKunstBuch

    Turm - ein KleinKunstBuchWer mich näher kennt, weiß, dass ich eine tiefe Zuneigung zum Faltbuch hege. Wer mich näher kennt, weiß auch, dass ich dagegen nicht unbedingt eine leidenschaftliche Turmerklimmerin bin …

    Was das eine mit dem andern zu tun hat? Als ich vor zwei Jahren die fragliche Buchform in Westons "Buchbinden – vom Handwerk zur Kunst" entdeckte, hatte ich sofort die Wendeltreppe vom Humbergturm vor Augen.
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    So entstand schon 2009 die KleinKunstBuch-Auflage "Turm" - Text und Buch in Wendeltreppenform. Eine rhythmische Anordnung von Worten, die den Aufstieg auf sowie wie Abstieg von einem Turm einfangen.

    Turm - ein KleinKunstBuch

    Entsprechend liest sich der Text auf der einen Seite von unten nach oben, rückseitig dann von oben nach unten. Die Buchform entfaltet(!) dabei im Spiel zwischen den Händen ihren besonderen Reiz.

    Turm - ein KleinKunstBuchMan kann, muss aber nicht, den kurzen Text auch metaphorisch lesen: die Anstrengung, eine Höhe zu erreichen, und die Beschwingtheit, die einen danach leichtfüßig wieder zum Boden trägt.

    Der Humberg-Turm, der Pate für das Buch stand, ist ein beliebtes Ausflugsziel wie auch Strecken-Höhepunkt für viele Läufer und Biker, die im Wald zuhauf ihre Runden drehen. Von oben hat man einen wunderbaren Blick über Kaiserslautern und Umland.
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    Turm - ein KleinKunstBuchDiese Woche war ich wieder dort, denn eine zweite, überarbeitete Auflage steht an! Diesmal möchte ich auch ein Stück vom tatsächlichen Turm einarbeiten. Mit Papier und Graphit gerüstet, habe ich ihn bestiegen, und Frottagen von geeigneten Stellen genommen. Wegen heftigen Windes einerseits, und sehr grob behauenen Steins andererseits, kamen da nicht viele Stellen in Frage. Deshalb habe ich zum einen die abschließende Brüstung der Wendeltreppe, noch im Innern des Turms, gewählt.

    Humbergturm

    Die ist zudem mit besonders vielen Einritzungen von Turmbesuchern versehen, und das gefällt mir gut, dass die "Verewigungen" derer, die es nach oben geschafft haben, auf diese Weise auch ein Teil des KleinKunstBuches werden. Sozusagen eine "Gemeinschaftsarbeit mit Unbekannt.

    Turm - ein KleinKunstBuch

    Die erste Auflage von 10 Exemplaren ist digital gedruckt und handcoloriert, nummeriert und signiert. Der Text ist von mir handgeschrieben, um Lebendigkeit und Bewegung zum Ausdruck zu bringen.

    Turm - ein KleinKunstBuch

     

    stehen
    frösteln
    aufwärts sehen
    steigen
    klimmen
    Atem ringen
    schnaufen
    schwitzen
    prusten
    husten
    letzte Kraft
    geschafft

    federn
    hüpfen
    abwärts stürmen
    hopsen
    dopsen
    Drehwurm kriegen
    preschen
    sprengen
    springen
    zwei auf einmal
    im Galopp
    unten

    (c) Astrid Haas 2009

  • Darwin. Das Abenteuer des Lebens. Ein Designeinband.

    Auch schon fast wieder vergessen: 2009 war das Darwin-Jahr. In aller Munde damals Jürgen Neffes Buch über seine Reise auf den Reiserouten Darwins, und dieses Buch kam auch zu mir, mit dem Wunsch seines Besitzers, ich möge einen neuen Einband dafür gestalten.

    Designeinband für Darwin. Abenteuer des Lebens.

    Da ist er nun, mit einem Einbandpapier, das in verschiedenen Techniken von Bildtransfer bis Buntpapier gestaltet ist."Wasser" war mein Impuls für die Gesamtgestaltung, so erinnert die über den Transfers liegende Farbschicht an eine im Licht liegende Wasserfläche. Die Grafiken darunter stehen mit Darwin in Zusammenhang: ein Abbild von ihm, die HMS Beagle, Feuerland, die berühmte Seite aus Darwins Notizbuch mit der Skizze vom Stammbaum des Lebens.

    Designeinband für Darwin. Abenteuer des Lebens.

    Mit die größte Herausforderung war, die schlabbrige Verlagsausgabe in der üblichen Massenmarkt-Qualität, die dazu bereits deutliche Gebrauchsspuren aufwies, wieder einigermaßen in Form zu bekommen. Der Schnitt wurde sauber geschliffen und ebenfalls in Buntpapiertechnik wasserartig gestaltet.

    So ein feines Buch bekommt dann keine gewöhnlichen Kopfbänder, sondern handgemachte aus Seidengarn, hier aus drei farblich abgestimmten Seiden.

    Designeinband für Darwin. Abenteuer des Lebens.

    Der Rücken ist aus Leder, auch dieses farblich bearbeitet und gestaltet. Der transferierte Titel fügt sich unaufdringlich ein und lässt die Narbung des Leders bestehen, was mir sehr gut gefällt.

    Designeinband für Darwin. Abenteuer des Lebens.

    Mehr Fotos habe ich in meine flickr-Galerie gestellt!

  • La Chercheuse - zum Weltfrauentag

    La Chercheuse

    Zum internationalen Frauentag ein neues Buchobjekt! Es wird derzeit in einer Ausstellung von Mitgliedern der facebook-Gruppe „Tronche de Livres“ an verschiedenen Orten in Chartres gezeigt.

    „Berufe“ ist dabei das Thema, und mein Beitrag heißt „LA CHERCHEUSE“. Das ist „die Wissenschaftlerin“, wörtlich übersetzt aber auch „die Sucherin“, was mir sehr gut gefällt.

    La ChercheuseDiese Sucherin ist nicht irgendeine Frau, sondern „Eva“ aus einem Bild von Cranach d.Ä. Sie hat sich verändert und greift tief hinein in den „Baum der Erkenntnis“. Das ist gleichfalls der Titel eines Grundlagenwerks der Systemtheorie, das vor Jahren mein Menschenbild tiefgreifend verändert hat. Demnach leben wir nicht in einer objektiv erfahrbaren Wirklichkeit, sondern konstruieren, oder erschaffen, uns jede ihre eigene Welt.

    Für den konkreten „Baum der Erkenntnis“ wurde, mit einem Augenzwinkern und nicht ganz zufällig, ein Buch des scharfzüngigen Autorinnenduos Cheryl Benard und Edit Schlaffer "geopfert".

    Denn „Eva“ ist in unserem Kulturkreis natürlich Stellvertreterin für alle Frauen, und steht im Sinnzusammenhang auch für den biblischen Sündenfall, der für mich gar keiner ist: warum sollten die „Kinder“ nicht so (klug) werden dürfen wie die Vaterfigur, die sogar mit dem Tod droht? Gestorben wird nicht, vielmehr bringt das Brechen des Verbotes Wissen und Urteilsvermögen.

    Dies aufgreifend, umläuft die Leinwand ein Text:


    la chercheuse

    la femme savante

    elle mange de l’arbre de connaissance

    elle ne meurt pas

    elle crée le monde

    la sage

    La Chercheuse

    die Wissenschaftlerin (die Sucherin)

    die wissende Frau

    sie isst vom Baum der Erkenntnis

    sie stirbt nicht

    sie erschafft die Welt

    die Weise

  • La Volpe nel Giardino.

    Oder: Papiertüte aus Italien von Erbolario Lodi. Macht einen feschen Bucheinband!

    Segreti di Bellezza

    Segreti di Bellezza

    Segreti di Bellezza

    Segreti di Bellezza

    Segreti di Bellezza

  • Schlichte Schönheiten suchen Liebhaber.

    Nach euren Reaktionen auf meine schlichten Schönheiten zu schließen, bin ich nicht die einzige, die von ihnen begeistert ist. Eine hat auf der ökoRausch schon eine neue Besitzerin gefunden. Die anderen haben jetzt nochmal eine private Fotosession bekommen und warten nun, sich in voller Pracht zeigend, in meinem DaWanda-Shop aufs Gefundenwerden:

    rettangolo ♥ Hanfpapier ♥ LEFA Flexi-Buch
    rettangolo

    rondo ♥ Hanfpapier ♥ LEFA Flexi-Buch
    rondo

    ovalo ♥ Hanfpapier ♥ LEFA Flexi-Buch
    ovalo

    rettangolo due ♥ Hanfpapier ♥ LEFA Flexi-Buch
    rettangolo due

     

     

  • 1 Buch für 2

    Noch mehr schöne Seiten: ein ganz besonderer Auftrag aus dem letzten Jahr. Ein Buch für ein Paar, das aufeinander zuschreiben und sich dabei in der Mitte treffen möchte. Nicht zu groß (ca. A6), dafür aber dick. Von den möglichen Buchformen (wie nennt man eigentlich c und d?) fiel die Wahl auf die einfachste - ein Buch mit zwei Vorderseiten, für jeden der Schreiber eine.

    1 Buch für 2

    Der Einband des Ganzpappbands aus Hanfpapier ist mit einem Motiv gestaltet, das ich nach einigen Stichworten entworfen habe, die ich dazu bekommen habe: Verkehrsplanung, Grenzbereich F/CH/D, Basel, Reisen in den Süden. So laufen 2 Bahnlinien durch F und D, treffen sich in Basel, von wo es nach Süden geht. Auch Farben wurden mir genannt - orange und grau steht für jeweils einen Schreiber.

    1 Buch für 2

    Der Buchblock selbst ist zwar aus einem Stück, nimmt aber wo es geht das Farbthema auf: Vorsatz, Schnitt, Leseband, Zeichenband und Heftzwirn in Orange für die eine Hälfte, dasselbe in Grau für die andere Hälfte. Die Buchblockmitte ist mit einem hellgrauen Papier markiert. Hier treffen sich die beiden Heftfäden, kommen hervor, verzwirbeln sich miteinander und verschwinden wieder auf den Rücken.

    1 Buch für 2

    Und damit die Orientierung nicht verloren geht, hat jede Buchvorderseite eine Kompassrose.

    1 Buch für 2

    Some more beautiful pages: this was a very special commission from last year: a journal for a couple who wants to write towards each other. Not too big (about A6) but with lots of pages. From the possible book structures the choice was the most simple one: a regular book with two front covers, one for each of the journalers.

    1 Buch für 2

    The cover is made with hemp paper, with a theme I designed after some keywords I got: transport planning, border area of France, Switzerland, Basle, travels to the south. So there's two public transport lines running through France and Germany, meeting in Basle from where they go down south. I was also told colours: there's grey for one and orange for the other journaler.

    1 Buch für 2

    So there's endsheet, headband, signature band, edge and thread in orange in one half, all these in grey in the other. The center of the bookblock is marked by a grey paper and the threads coming forth to twirl together and vanish to the spine again.

    1 Buch für 2

    And for preventing anyone from getting lost, there's a compass rose on each front cover :)

  • Logo.

    Lefa-Flexi-Buch

    Und nochmal ökoRausch. Da habe ich unter den Ausstellern noch Tischlermeister Thomas Jumpertz kennengelernt, der nicht nur ein sympathischer Typ ist, sondern auch tolle Möbel macht. Eins meiner Lefa-Flexi-Bücher hat ihm gefallen, und ich habe es nachträglich noch mit seinem Logo versehen. Wenn ihr jetzt mal auf einer Messe an seinem Stand vorbeikommt, dann hinterlasst eine Nachricht in diesem Buch, denn dazu ist es gedacht! Und die Möbel online anschauen könnt ihr unter Der Werkstall.

    Lefa-Flexi-Buch
    Im Buch als Vorsatz ein wenig Finnland, und ein Mix aus Natronpapier und Recyclingpapier als Buchblock.

  • Paperworld IV: Drucksachen

    Zuguterletzt habe ich auch nochmal nachgeforscht, wann es denn das Staedtler MasterCarve nun endlich auch in Deutschland geben wird. Aber leider wieder nichts Zufriedenstellendes erfahren: Die Dame, mit der ich sprach, kannte das Produkt gar nicht. Sie vermutete jedoch, dass es in Deutschland zu wenig Marktpotential dafür gäbe. Ich frage nicht nur mich, sondern auch all die andern Druckplatten- und Stempelschneider: Kann das wirklich sein?

    [Süffisant möchte ich mal anmerken, dass das Produkt so "geheim" scheint, dass es nicht mal auf der Webseite staedtler.com (geschweige denn staedtler.de) zu finden ist. Zwar wirft die Suchmaschine bei der expliziten site-Suche etliche Ergebnisse aus, doch klickt man die Links an, heißt es lapidar "Die von Ihnen angeforderte Seite kann leider nicht gefunden werden." Lediglich auf Staedtler Kanada wird man fündig.]

    Der Vorteil von Produkten wie MasterCarve, oder auch SpeedyCarve, liegt übrigens darin, dass sie sehr viel einfacher zu schneiden sind als Linol, dabei aber - im Vergleich zu Radiergummis - weder krümeln noch bei feinen Linien wegbrechen. Für den Stempeldruck machen sie zudem sattere Drucke als Linol.

    paperworld-tulibri-linolschnittsetUmso erfreulicher aber, dass ich noch ein anderes Produkt entdeckt habe, und zwar bei den britischen Jungs von ESSDEE. Deren Softcut-Platte gibt es z.B. bei Wehrfritz zu kaufen. Weil ich das Produkt noch nicht kannte, bekam ich sogar eine ganze Platte zum Ausprobieren mit, das fand ich echt sehr nett. Und dazu auch noch dieses nifty Linolschnitt-Set, welches Werkzeug, Aufbewahrung und Anreiber („baren“) in einem ist. Perfekt für meinen Reise-Kreativkoffer! paperworld-tulibri-stempelplatte

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    Die Softcut-Platte ist übrigens interessant, weil sie eine angerauhte und eine glatte Seite hat - die angerauhte macht bestimmt interessante Drucke. Die Platten gibt es auch in klein und rund, passend für runde Stempel.

     

  • Paperworld III: Bleistifte

    paperworld-tulibri-bleistift

    Nicht weit von Wang Ning hatte Staedtler eine historische Bleistift-Werkstatt aufgebaut. Dort wurden Graphitminen in zwei rechteckige Holzbrettchen geleimt, verschnürt und versiegelt (hinten im Bild). Beim Bleistift komme es viel auf den richtigen Leim an, erfuhr ich: je elastischer der Leim, desto weniger bricht die Mine. Denn der Leim wirkt als Puffer, wenn der Bleistift mal runterfällt.

    paperworld-tulibri-bleistift2Für Bleistifte habe ich eine Schwäche, und auch ein paar schöne davon erhaschen können. Interessant ist der grüne vorn im Bild: er ist aus recyceltem Geld gemacht! Es gab ihn von der St. Cuthberts Mill. Der blaue dahinter ist ein „grüner“ Bleistift von Staedtler, bei FaberCastell gab’s einen Buntstift und der naturbelassene Bleistift dahinter wurde mit Lasertechnik graviert.

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